Warum XR keine Verdammnis verdient, sondern kritische Begleitung

Hach ja, Extinction Rebellion: Wie können die es nur wagen, nicht so zu sein wie [bitte Gruppierung einsetzen]. Jetzt wogt ja die Debatte schon einige Zeit, und selbst Jutta Ditfurth fühlte sich bemüßigt, ausgerechnet der FAZ ein Interview zu Extinction Rebellion (XR) zu geben, offensichtlich in Kauf nehmend, dass sie so das negative bürgerliche Narrativ zu XR stärkt, kann jetzt doch selbst der FAZ-Leser auf sie verweisen und sagen: „Seht ihr, die Linken finden die auch scheiße. Selbst die Ditfurth.“ Großartig! Soll man also jetzt wie die Grande Dame der deutschen Linken XR in Bausch und Bogen verdammen? Nein. Anbei ein paar Gründe – in den Repliken auf die gängigsten Vorwürfe.

(mehr …)

Die Farce der französischen Linken

Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.
(Karl Marx, Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte)

Die Farce beginnt. Sie beginnt mit Jean-Luc Mélenchon, dem französischen Präsidentschaftskandidaten der Linken, dem Kandidaten von La France insoumise, dem widerspenstigen Frankreich. Widerspenstig? Das wäre schön. Was Mélenchon macht, ist aber nicht widerspenstig, sondern dumm und brandgefährlich. Als einziger der demokratischen Kandidaten mit großem Stimmenanteil im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahl hat er sich nicht sofort und eindeutig entschieden, den Demokraten Emmanuel Macron im Kampf gegen die Faschistin Marine Le Pen im zweiten Wahlgang zu unterstützen. Das berichtet unter anderem die New York Times.

(mehr …)