Gefühlte Sicherheit geht enunner

Sicherheit ist ja auch nur ein Gefühl. Nicht umsonst sagt man: „Ich fühle mich sicher.“ Genauso ist das am Jahrmarkt mit den Einlasskontrollen und Taschendurchsuchungen. Das gibt ein gutes Gefühl: „Die tun was.“ Dass das, was die tun in Sachen Terrorabwehr in der Hauptsache Zeitverschwendung ist, steht auf einem anderen Blatt. Wer Rucksäcke und Handtaschen auf Waffen untersucht, um einen Anschlag zu verhindern, dem ist wohl entgangen, dass auf dem Dippemarkt auch Küchenmesser verkauft werden. Wer Betonpoller vor die Zufahrten stellt, hat wahrscheinlich übersehen, dass auf dem Jahrmarktsgelände massenweise Pkws und Lkws herumstehen, von denen einige auch etwas älter und damit recht einfach knackbar sein dürften. Und ob bei den Einlasskontrollen wirklich etwas in den Rucksackboden eingenähter Plastiksprengstoff erkannt würde, sei mal dahingestellt. Das heißt nun nicht, dass man auf dem Jahrmarkt Küchengerät nicht mehr verkaufen, Autos verbannen und Rucksäcke verbieten soll. Aber die Sicherheit, die da per Einlasskontrolle geboten wird, ist vor allem eines: simuliert. Aber immerhin ist sie ein gutes Gefühl.

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